Kurz & klar
Automatische Poolsauger fahren den Poolboden selbstständig ab, du musst nur noch den Filter leeren. Es gibt drei Bauarten: hydraulische Sauger, die am Skimmer hängen und den Sog der Filterpumpe nutzen, druckseitige Reiniger, die vom Rücklauf der Pumpe angetrieben werden, und elektrische Bodensauger und Roboter mit eigenem Motor. Für Einbaupools mit kräftiger Pumpe ist ein hydraulischer Sauger die günstige Lösung, für Aufstellpools mit kleiner Pumpe ein Akku-Bodenroboter.
- Hydraulische Sauger
- brauchen eine kräftige Filterpumpe
- Druckseitige Reiniger
- laufen am Einlauf mit
- Akku-Bodenroboter
- unabhängig von der Pumpe
- Laufrhythmus
- 2–3 Durchgänge pro Woche
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist ein automatischer Poolsauger?
- 2.Welche Arten von automatischen Poolsaugern gibt es?
- 3.Was bringt ein automatischer Sauger und wo liegen die Grenzen?
- 4.Worauf solltest du beim Kauf achten?
- 5.Welcher Typ passt zu welchem Pool?
- 6.So hältst du deinen automatischen Sauger fit
- 7.Typische Fehler beim Einsatz
- 8.Häufige Fragen
Was ist ein automatischer Poolsauger?
Ein automatischer Poolsauger bewegt sich ohne dein Zutun über den Poolboden und nimmt dabei Schmutz auf. Du setzt ihn ein, startest die Pumpe oder das Gerät und kümmerst dich danach nur noch um Filter oder Fangbeutel. Das unterscheidet ihn vom klassischen Bodensauger, den du an einer Stange selbst führst.
Der Begriff ist nicht streng abgegrenzt. Im Handel heißen manche Geräte „automatischer Bodensauger“, andere „Poolreiniger“ oder „Poolroboter“. Entscheidend ist nicht der Name, sondern woher die Energie für Fahrt und Sog kommt. Davon hängt ab, welche Pumpe du brauchst, wo der Schmutz landet und was der Sauger kostet.
Welche Arten von automatischen Poolsaugern gibt es?
| Bauart | Energie für Fahrt und Sog | Wohin der Schmutz geht | Braucht | Typischer Pool |
|---|---|---|---|---|
| Saugseitig (hydraulisch) | Sog der Filterpumpe | Skimmerkorb, Vorfilter, Filter | Skimmer oder Bodensauganschluss, kräftige Pumpe | Einbaupool, Stahlwandpool |
| Druckseitig | Rücklaufwasser der Pumpe | Fangbeutel am Gerät | Einlauf mit Anschluss, kräftige Pumpe | Aufstellpool mit Sandfilter |
| Elektrisch (Akku oder Kabel) | Eigener Motor | Filter im Gerät | Strom bzw. geladenen Akku | Alle Pools mit passendem Boden |
Saugseitige (hydraulische) Sauger
Saugseitige Sauger hängen über einen Schlauch am Skimmer oder am Bodensauganschluss. Die Filterpumpe zieht Wasser durch das Gerät, und dieser Wasserstrom treibt eine Turbine oder eine Membran an. Dadurch bewegt sich der Sauger in einem programmierten oder zufälligen Muster über Boden und teils auch Wände. Der Schmutz wandert durch den Schlauch in Skimmerkorb, Vorfilter und Filteranlage.
Sie sind robust und haben keine eigene Elektronik. Der Haken: Sie brauchen eine kräftige Pumpe, und Skimmerkorb und Filter füllen sich schneller. Wie das bei einem bekannten Modell aussieht, zeigt der Modell-Check zum Zodiac MX8.
Druckseitige Reiniger
Druckseitige Reiniger werden an den Einlauf angeschlossen, also dort, wo das gefilterte Wasser zurück in den Pool strömt. Das Rücklaufwasser treibt das Gerät an und erzeugt nach dem Venturi-Prinzip einen Sog, der Schmutz in einen Beutel oder ein Netz am Gerät zieht. Die Filteranlage selbst wird dadurch kaum zusätzlich belastet.
Im Aufstellpool-Bereich ist Intex mit ZX300 und ZX50 bekannt. Der ZX300 braucht laut Hersteller 6.056–13.248 l/h, der kleinere ZX50 ist für Pumpen mit 3.407–5.678 l/h und Pools bis 488 cm gedacht. Welche Intex-Pumpe was schafft, steht im Vergleich Poolsauger für Intex-Pools.
Elektrische Bodensauger und Poolroboter
Elektrische Geräte haben einen eigenen Motor, eine eigene Pumpe und einen eigenen Filter. Sie arbeiten völlig unabhängig von der Filteranlage. Einfache Modelle reinigen nur den Boden und fahren nach Zufallsprinzip, aufwendigere klettern Wände hoch, reinigen die Wasserlinie und fahren systematische Bahnen. Ob Akku oder Kabel besser passt, klärt der Ratgeber Poolroboter mit Kabel oder Akku.
Was bringt ein automatischer Sauger und wo liegen die Grenzen?
Der größte Vorteil ist die gesparte Zeit. Statt jede Woche eine halbe Stunde mit der Stange am Beckenrand zu stehen, leerst du nur noch Filter oder Beutel. Weil der Schmutz regelmäßiger entfernt wird, zersetzt er sich seltener im Wasser. Das entlastet die Wasserpflege und kann den Chlorverbrauch senken.
Die Grenzen: Kaum ein automatischer Sauger reinigt Stufen, Sitzbänke und enge Ecken zuverlässig. Bei sehr viel Laub verstopfen hydraulische Sauger und kleine Filter schnell. Und bei Algen oder trübem Wasser hilft auch der beste Sauger nicht, bevor die Wasserwerte stimmen. Für die Ecken bleibt ein Handsauger oder die Poolbürste sinnvoll.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Passt er zu Poolgröße und Beckenform?
Jeder Hersteller nennt eine maximale Beckengröße oder Bodenfläche. Plane etwas Reserve ein, vor allem bei Geräten, die nach Zufallsprinzip fahren. Prüfe außerdem, ob der Boden eben sein muss. Viele günstige Akku-Bodenroboter kommen mit Gefälle, Absätzen oder Falten in der Folie nicht zurecht.
Reicht deine Pumpe?
Für saugseitige und druckseitige Geräte ist das die wichtigste Frage. Die Förderleistung steht auf dem Typenschild der Pumpe in l/h oder m³/h, teils auch die Motorleistung in PS oder Watt. Liegt sie unter der Herstellerangabe des Saugers, bleibt er stehen oder fährt nur träge. Welche Pumpen und Filter das typischerweise schaffen, steht unter Poolsauger für die Sandfilteranlage.
Welcher Schmutz fällt an?
Bei viel Laub brauchst du eine große Ansaugöffnung und einen großen Filterbehälter, oder du kescherst vorher ab. Bei feinem Sand und Pollen ist ein feiner Filter wichtig. Elektrische Geräte geben die Filterfeinheit in Mikrometern an, bei hydraulischen Saugern entscheidet die Filteranlage.
Was kostet er im Betrieb?
Hydraulische und druckseitige Sauger brauchen keinen eigenen Strom, aber die Filterpumpe muss während der Reinigung laufen. Akku- und Kabelgeräte verbrauchen selbst Strom, meist wenig im Vergleich zur Filterpumpe. Dazu kommen Verschleißteile wie Bürsten, Membranen, Riemen und Filter.
Garantie und Ersatzteile
Achte darauf, dass Verschleißteile einzeln erhältlich sind. Bei etablierten Marken wie Zodiac, Intex oder Steinbach findest du Bürsten, Schläuche und Filter meist noch Jahre nach dem Kauf. Bei jungen Marken lohnt vor dem Kauf ein Blick, ob es Filter und Bürsten separat gibt.
Welcher Typ passt zu welchem Pool?
| Dein Pool | Sinnvoller Typ |
|---|---|
| Quick-Up- oder Frame-Pool mit Kartuschenpumpe | Akku-Bodenroboter |
| Intex-Pool mit Sandfilteranlage | Druckseitiger Reiniger wie ZX300 oder Akku-Bodenroboter |
| Stahlwandpool mit Skimmer und kräftiger Pumpe | Hydraulischer Sauger oder Akku-Roboter |
| Einbaupool mit Folie, GFK oder Fliesen | Hydraulischer Sauger oder Poolroboter mit Wandreinigung |
| Großer Pool mit Wasserlinie, die mitgereinigt werden soll | Poolroboter, siehe Poolroboter-Vergleich |
So hältst du deinen automatischen Sauger fit
- Filter nach jedem Durchgang leeren. Bei hydraulischen Saugern gehören Skimmerkorb und Pumpenvorfilter dazu.
- Filteranlage im Blick behalten. Steigt der Druck am Sandfilter um 0,2–0,3 bar über den Normaldruck, ist Rückspülen fällig. Details im Ratgeber Poolfilter reinigen.
- Bürsten, Räder und Riemen prüfen. Abgefahrene Bürsten und ausgeleierte Riemen lassen den Sauger stehen bleiben oder im Kreis fahren.
- Schläuche entdrillen. Verdrehte Schläuche bremsen hydraulische Sauger. Leg sie zum Ende der Saison in der Sonne gerade aus, damit sie sich entspannen.
- Software aktualisieren. Roboter mit App bekommen teils Updates für Navigation und Programme.
- Richtig lagern. Nach der Saison reinigen, trocknen und frostfrei lagern, Akkus teilgeladen nach Anleitung.
Typische Fehler beim Einsatz
- Pumpe zu schwach. Ein hydraulischer Sauger an einer Kartuschenpumpe bleibt einfach liegen.
- Luft im Schlauch. Bei saugseitigen Geräten muss der Schlauch vor dem Anschließen komplett mit Wasser gefüllt sein, sonst zieht die Pumpe Luft.
- Laub nicht vorher abgekeschert. Große Blätter verstopfen Ansaugöffnung, Schlauch und Skimmerkorb in kurzer Zeit.
- Sauger dauerhaft im Wasser lassen. Chlor und UV-Licht altern Schläuche, Bürsten und Dichtungen schneller.
Wie Bodensauger, Venturi-Sauger und Roboter technisch zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Wie funktioniert ein Poolsauger?.
Passende Produkte
Zodiac MX8
Einbaupools bis 12 × 6 mBoden und Wände
Der MX8 ist ein bewährter hydraulischer Sauger für Pools mit Skimmer und ausreichend starker Pumpe. Er läuft einfach mit, solange die Filteranlage arbeitet. Für Aufstellpools mit kleiner Kartuschenpumpe ist er nicht gedacht.
Intex ZX300 Deluxe
Intex-Pools mit SandfilteranlageSalzwasser
Für größere Intex-Pools mit Sandfilteranlage ist der ZX300 der günstigste Weg zur automatischen Bodenreinigung. Mit der kleinen Kartuschenpumpe aus dem Pool-Set funktioniert er nicht.
Aiper Scuba SE
Aufstellpools mit ebenem BodenPools mit kleiner Pumpe
Für den typischen Aufstellpool ist der Scuba SE die unkomplizierteste Form des automatischen Saugens: einschalten, ins Wasser setzen, Filter leeren. Gefälle, Stufen und Wände sind nicht sein Revier.
Steinbach Poolrunner ONE RXB 150
Kleine Aufstellpools bis 15 m² BodenChlor- und Salzwasser
Ein kleiner Akku-Bodensauger für Quick-Up- und Frame-Pools bis etwa 4,3 m Durchmesser. Für größere Böden ist der Aiper Scuba SE die passendere Wahl.