Kurz & klar
Die nötige Salzmenge berechnest du so: Poolvolumen in m³ × (Sollwert − Istwert in g/l) = Salz in kg. Ein Kilogramm Salz pro Kubikmeter hebt den Salzgehalt um 1 g/l. Ein 40-m³-Pool braucht für die Erstbefüllung von 0 auf 4 g/l also 160 kg, zum Nachsalzen von 3,2 auf 4 g/l rund 32 kg. Den Sollwert gibt der Hersteller deiner Elektrolysezelle vor.
- Faustregel
- 1 kg pro m³ = +1 g/l
- Beispiel
- 40 m³ von 0 auf 4 g/l = 160 kg
- Sollwert
- 3–5 g/l, meist 4 g/l
- Nach dem Salzen
- ca. 24 h umwälzen, dann messen
Inhaltsverzeichnis
- 1.Warum muss die Salzmenge stimmen?
- 2.Wie lautet die Formel?
- 3.Wie bestimmst du das Poolvolumen?
- 4.Wie viel Salz brauchen typische Poolgrößen?
- 5.Wie ermittelst du den aktuellen Salzgehalt?
- 6.Wie gibst du das Salz richtig ins Wasser?
- 7.Wo geht im Lauf der Saison Salz verloren?
- 8.Was tun, wenn du zu viel Salz im Pool hast?
- 9.Was gehört rund ums Salz noch zur Pflege?
- 10.Häufige Fragen
Warum muss die Salzmenge stimmen?
Die Elektrolysezelle braucht einen bestimmten Salzgehalt, um zuverlässig Chlor zu erzeugen. Der Bereich steht in der Anleitung deiner Anlage, meist sind es 3–5 g/l, oft 4 g/l. Low-Salt-Anlagen kommen ab etwa 1,5 g/l aus.
- Zu wenig Salz: Die Zelle produziert weniger Chlor, arbeitet länger und verschleißt schneller. Viele Anlagen melden einen Fehler.
- Zu viel Salz: Metallteile korrodieren schneller, manche Anlagen schalten ab, das Wasser schmeckt deutlich salziger. Absenken lässt sich der Gehalt nur durch Verdünnen.
Weil sich zu viel Salz nur mit Aufwand wieder entfernen lässt, lohnt sich eine saubere Rechnung vor jeder Zugabe.
Wie lautet die Formel?
Salzmenge in kg = Poolvolumen in m³ × (Sollwert − Istwert in g/l)
Dahinter steckt eine einfache Beziehung: 1 g/l bedeutet 1 kg pro m³. Ein Kilogramm Salz, gelöst in einem Kubikmeter Wasser, hebt den Salzgehalt also um 1 g/l.
Beispiel Erstbefüllung
Ein Rechteckbecken mit 40 m³ frischem Leitungswasser, der Hersteller nennt 4 g/l. Leitungswasser enthält kaum Salz, du rechnest also mit 0 g/l:
40 m³ × (4 − 0) g/l = 160 kg Salz, also gut sechs Säcke à 25 kg.
Beispiel Nachsalzen
Derselbe Pool, gemessen werden 3,2 g/l:
40 m³ × (4 − 3,2) g/l = 32 kg Salz, also ein Sack plus 7 kg aus einem zweiten.
Praxis-Tipp: Gib bei der Erstbefüllung zunächst nur etwa 80 % der berechneten Menge zu, lass das Salz 24 Stunden verteilen und miss dann nach. Den Rest dosierst du nach dem tatsächlichen Wert. So fängst du Fehler beim Poolvolumen ab, ohne zu viel Salz im Becken zu haben.
Wie bestimmst du das Poolvolumen?
Das Volumen ist der größte Unsicherheitsfaktor der Rechnung. Rechne mit der tatsächlichen Wassertiefe, nicht mit der Höhe der Beckenwand.
| Beckenform | Formel |
|---|---|
| Rechteck | Länge × Breite × mittlere Wassertiefe |
| Rund | Durchmesser × Durchmesser × 0,785 × Wassertiefe |
| Oval mit geraden Seiten | Länge × Breite × 0,89 × Wassertiefe (gängige Näherung) |
| unterschiedliche Tiefe | mittlere Tiefe = (flachste + tiefste Stelle) ÷ 2 |
Weitere Formen und Rechenwege findest du unter Poolvolumen berechnen. Hast du einen Wasserzähler am Gartenschlauch, liefert er beim Befüllen den genauesten Wert.
Wie viel Salz brauchen typische Poolgrößen?
Die Tabelle zeigt die Salzmenge für eine Erstbefüllung von 0 g/l auf den jeweiligen Sollwert. Die Volumen sind gerundete Beispiele, rechne für deinen Pool mit dem tatsächlichen Wasserstand.
| Pool (Wassertiefe) | Volumen | 3 g/l | 4 g/l | 5 g/l |
|---|---|---|---|---|
| Rundpool Ø 3,66 m (1,0 m) | ca. 10,5 m³ | ca. 32 kg | ca. 42 kg | ca. 53 kg |
| Rundpool Ø 4,57 m (1,1 m) | ca. 18 m³ | ca. 54 kg | ca. 72 kg | ca. 90 kg |
| Ovalpool 6,1 × 3,6 m (1,2 m) | ca. 23,5 m³ | ca. 70 kg | ca. 94 kg | ca. 117 kg |
| Rechteck 6 × 3 m (1,4 m) | ca. 25 m³ | ca. 76 kg | ca. 101 kg | ca. 126 kg |
| Rechteck 8 × 4 m (1,5 m) | 48 m³ | 144 kg | 192 kg | 240 kg |
| Rechteck 10 × 5 m (1,5 m) | 75 m³ | 225 kg | 300 kg | 375 kg |
Für kleinere Aufstellpools mit einfacher Salzanlage gelten oft eigene Werte. Hinweise dazu stehen unter Salzwasserpool als Aufstellpool.
Wie ermittelst du den aktuellen Salzgehalt?
Vor dem Nachsalzen misst du immer unabhängig nach, mit Salz-Teststreifen oder einem digitalen Messgerät. Die Anzeige der Anlage reicht als alleinige Grundlage nicht, weil sie bei kaltem Wasser oder verkalkter Zelle oft zu niedrig ausfällt. Wie du richtig misst und welche Fehler du vermeidest, erklärt Salzgehalt im Salzwasserpool messen.
Wie gibst du das Salz richtig ins Wasser?
- Zelle ausschalten, die Pumpe läuft weiter.
- Salz verteilen: direkt aus dem Sack in Portionen über die Wasserfläche streuen, am besten im flachen Bereich und vor den Einlaufdüsen. Ob die Zugabe über den Skimmer erlaubt ist, steht in der Anleitung deiner Anlage.
- Bürsten: Salz, das am Boden liegen bleibt, mit der Poolbürste verteilen, bis es sich gelöst hat. Liegengebliebene Salzhaufen können Folie und Beschichtungen belasten.
- Umwälzen: die Pumpe etwa 24 Stunden laufen lassen.
- Nachmessen: Salzgehalt prüfen und mit dem Sollwert vergleichen.
- Zelle einschalten, wenn der Wert passt.
Verwende reines Poolsalz ohne Jod, Fluorid oder Rieselhilfen. Wie du einen neu befüllten Pool vollständig in Betrieb nimmst, beschreibt Salzwasserpool befüllen.
Wo geht im Lauf der Saison Salz verloren?
Nicht durch Verdunstung, denn dabei geht nur Wasser verloren. Salz verlässt den Pool mit dem Wasser selbst:
- beim Rückspülen des Filters,
- durch Spritzwasser und an Badegästen haftendes Wasser,
- durch Überlaufen bei starkem Regen,
- bei einem Teilwasserwechsel.
Wer viel rückspült oder in einer regenreichen Gegend wohnt, muss häufiger nachsalzen. Eine monatliche Messung zeigt dir, wie schnell der Salzgehalt in deinem Pool sinkt.
Was tun, wenn du zu viel Salz im Pool hast?
Dann hilft nur Verdünnen. Den Anteil des Wassers, den du austauschen musst, berechnest du so: (Istwert − Sollwert) ÷ Istwert. Bei 5 g/l und einem Ziel von 4 g/l tauschst du also etwa 20 % des Wassers gegen Frischwasser. Achte dabei auf die richtige Entsorgung des Salzwassers. Alle Details stehen unter Zu viel Salz im Pool.
Was gehört rund ums Salz noch zur Pflege?
- Salzgehalt monatlich messen, nach Starkregen und häufigem Rückspülen zusätzlich.
- Wasserstand halten: Er sollte etwa in der Mitte der Skimmeröffnung liegen, verdunstetes Wasser nur mit Frischwasser auffüllen.
- Zelle prüfen: Kalk auf den Platten senkt die Produktion, auch wenn das Salz stimmt.
- pH-Wert im Blick behalten: Die Elektrolyse hebt ihn ständig an. Ziel sind 7,0–7,4.
- Algen vorbeugen: Ein konstant richtiger Salzgehalt sorgt für eine gleichmäßige Chlorproduktion, die Algen keine Chance lässt.
Wie du die Zugabe von Salz, pH-Minus und Chlor im Alltag aufeinander abstimmst, zeigt Salzwasserpool-Dosierung. Passende Anlagen für dein Becken findest du im Salzwasseranlagen-Vergleich.
Passende Produkte
Salinen Poolsalz 25 kg
Erstbefüllung und NachsalzenAlle Pools mit Salzelektrolyse
Poolsalz soll vor allem eines sein: rein. Siedesalz ohne Zusatzstoffe löst sich gut und bringt keine Rieselhilfen ins Wasser, die Trübungen oder Ablagerungen verursachen können.
well2wellness Poolsalz 25 kg
Salzelektrolyse-AnlagenWer Wert auf eine definierte Körnung legt
Eine Alternative mit Normangabe und definierter Körnung. Für die Chlorproduktion macht es keinen Unterschied, ob du dieses oder ein anderes reines Poolsalz verwendest, entscheidend ist die Reinheit.