Kurz & klar
Nein, ein Poolroboter sollte nicht dauerhaft im Pool bleiben. Nimm ihn nach dem Reinigungszyklus heraus, spüle den Filter aus und lagere ihn im Schatten – Chlor, UV-Licht und Dauerbetrieb altern Kabel, Bürsten und Dichtungen schneller. Ausnahme: Modelle mit Wochenplaner oder Mehrtagesmodus sind laut Hersteller dafür gedacht, einige Tage im Becken zu bleiben; beim Baden und bei einer Stoßchlorung gehört aber auch dieser Roboter raus.
- Normalfall
- nach jedem Zyklus herausnehmen
- Ausnahme
- Wochenplaner, Mehrtagesmodus, Solar-Skimmer
- Immer raus
- beim Baden, Stoßchlorung, Frost
Inhaltsverzeichnis
- 1.Darf der Poolroboter im Wasser bleiben?
- 2.Was passiert, wenn der Roboter dauerhaft im Pool liegt?
- 3.Welche Ausnahmen gibt es?
- 4.Wann muss der Roboter auf jeden Fall raus?
- 5.So machst du es richtig: vor, während und nach der Reinigung
- 6.Wo lagerst du den Roboter zwischen den Einsätzen?
- 7.Pflege und Wartung im Überblick
- 8.Häufige Fragen
Darf der Poolroboter im Wasser bleiben?
Im Normalfall nicht: Der Roboter gehört nach dem Reinigungszyklus aus dem Wasser. Die meisten Hersteller empfehlen, ihn herauszunehmen, den Filter zu leeren und das Gerät trocken und schattig zu lagern.
Das hat praktische Gründe. Ein Roboter, der ständig im Becken liegt, ist Chlor, UV-Licht und Temperaturschwankungen dauerhaft ausgesetzt. Kunststoff, Dichtungen, Bürsten und Kabel altern dadurch schneller, und Schmutz im Filter fängt an zu faulen. Einige Modelle sind allerdings ausdrücklich für ein paar Tage im Pool vorgesehen, dazu weiter unten mehr.
Was passiert, wenn der Roboter dauerhaft im Pool liegt?
- Chemie: Chlor und pH-Schwankungen greifen Gummiteile und Dichtungen an. Bei einer Stoßchlorung mit rund 10 mg/l freiem Chlor ist die Belastung besonders hoch.
- UV-Licht: Roboter, die an der Wasserlinie parken, und Schwimmkabel an der Oberfläche bekommen viel Sonne ab. Kunststoff wird spröde.
- Kabel: Ein Kabel, das wochenlang im Wasser liegt und bewegt wird, knickt und verdreht leichter.
- Akku: Ein Akku-Roboter entlädt sich im Wasser weiter. Lange Phasen im leeren Zustand schaden Lithium-Ionen-Akkus.
- Filter: Schmutz, der tagelang im Filterkorb liegt, zersetzt sich und landet teilweise wieder im Wasser.
- Beläge: Auf dem Gehäuse setzen sich Kalk und Algen fest.
- Sicherheit: Badende, vor allem Kinder, können über Roboter oder Kabel stolpern.
Welche Ausnahmen gibt es?
Es gibt Roboter, die für einige Tage im Becken konzipiert sind. Sie halten den Pool automatisch sauber, solange niemand badet.
Akku-Roboter mit Mehrtagesmodus
Einige Akku-Modelle verteilen ihre Ladung auf mehrere Tage. Beim Wybot C1 kannst du laut Hersteller Zyklen über 2, 3 oder 7 Tage wählen und den Roboter dafür im Pool lassen. Beim Dolphin Liberty 300 reinigt der Eco-Modus den Boden dreimal an verschiedenen Tagen mit einer Ladung. Danach muss der Roboter raus und an die Steckdose.
Kabelroboter mit Wochenplaner
Bei Kabelgeräten mit Wochenplaner bleibt der Roboter zwischen den geplanten Zyklen im Wasser, sonst würde der Zeitplan keinen Sinn ergeben. Das Netzteil muss dafür dauerhaft am Beckenrand stehen. Prüfe die Bedienungsanleitung, wie lange der Hersteller diesen Betrieb vorsieht und wann eine Pause zum Reinigen nötig ist.
Solar-Skimmer
Skimmer-Roboter wie der Aiper EcoSurfer S2 schwimmen an der Oberfläche und laden sich per Solarzellen. Sie sind für den Dauerbetrieb in der Saison gebaut und fangen Laub, Insekten und Pollen ab, bevor sie absinken. Den Bodenroboter ersetzen sie nicht. Klassische Einbauskimmer und Zubehör findest du im Skimmer-Vergleich.
Wann muss der Roboter auf jeden Fall raus?
Auch Geräte mit Mehrtagesmodus gehören in bestimmten Situationen aus dem Wasser:
- Beim Baden. Kein Hersteller sieht vor, dass gleichzeitig gebadet und gereinigt wird.
- Bei einer Stoßchlorung. Erst wieder einsetzen, wenn das freie Chlor unter 1,0 mg/l gesunken ist. Wie die Stoßchlorung abläuft, steht im Ratgeber Pool schocken.
- Beim Dosieren von Granulat. Ungelöstes Chlor- oder pH-Granulat am Boden soll nicht in Filter und Bürsten landen.
- Bei Flockung. Erst saugen, wenn sich die Flocken abgesetzt haben, und dann nach Anleitung des Flockungsmittels. Mehr dazu unter Flockungsmittel richtig anwenden.
- Bei Gewitter. Kabelgeräte vom Netz nehmen.
- Bei Frost und zum Saisonende. Vor dem Einwintern des Beckens gehört der Roboter gereinigt ins Haus.
So machst du es richtig: vor, während und nach der Reinigung
Vorbereitung
Keschere grobes Laub ab, kontrolliere, ob der Filter leer ist, und rolle bei Kabelgeräten das Kabel vollständig aus. Das Netzteil steht auf festem, trockenem Untergrund mit dem vom Hersteller verlangten Abstand zum Beckenrand und hängt an einer Steckdose mit FI-Schutzschalter. Akku-Roboter sollten voll geladen sein.
Richtig einsetzen
Setze den Roboter am Rand ins Wasser und kippe ihn leicht, damit die Luft aus dem Gehäuse entweicht. Lass ihn von selbst zum Boden sinken. Wer ihn hineinwirft, riskiert Schäden an Gehäuse und Beckenboden.
Während der Reinigung
Lass die Filterpumpe laufen, damit aufgewirbelter Feinstaub in den Sandfilter gelangt. Beim ersten Einsatz in einem neuen Becken lohnt es sich, eine Weile zuzuschauen, ob der Roboter irgendwo hängen bleibt.
Nach der Reinigung
Viele Roboter parken nach dem Zyklus an der Wasserlinie. Ziehe sie am Griff oder mit einem Haken heraus, nie am Kabel. Lass das Wasser ablaufen, spüle den Filter aus und stell den Roboter im Schatten ab, am besten auf einem Transportwagen. Akku-Geräte lädst du erst, wenn die Ladebuchse trocken ist.
Wo lagerst du den Roboter zwischen den Einsätzen?
Am besten im Schatten in der Nähe des Pools, auf einem Transportwagen oder einer sauberen, ebenen Fläche. So trocknet er, ohne in der Sonne zu stehen, und ist beim nächsten Mal schnell wieder im Wasser.
- Nicht tagelang auf den Bürsten abstellen. Ein Caddy entlastet sie.
- Kabel locker aufrollen, nicht eng um das Netzteil wickeln und nicht knicken.
- Netzteil vor Regen und Pfützen schützen. Welche Schutzart es hat und wo es stehen darf, steht in der Anleitung.
- Akku-Roboter laden, sobald Gehäuse und Ladebuchse trocken sind.
- Über den Winter ins Haus: gereinigt, trocken und frostfrei.
Pflege und Wartung im Überblick
| Intervall | Was zu tun ist |
|---|---|
| nach jedem Einsatz | Filter ausspülen, Roboter abtropfen lassen, im Schatten lagern |
| wöchentlich | Bürsten und Laufrad auf Haare, Fäden und Steinchen prüfen |
| monatlich | Kabel, Drehkupplung, Raupen oder Räder auf Verschleiß kontrollieren |
| bei Bedarf | Software-Updates über die App einspielen, falls vorhanden |
| Saisonende | gründlich reinigen, trocknen, Akku nach Herstellerangabe laden, frostfrei lagern |
Verschleißteile wie Bürsten, Filter und Antriebsbänder sind vergleichsweise günstig, Motoren, Netzteile und Akkus kosten deutlich mehr. Was du nach einigen Saisons typischerweise brauchst, steht im Beitrag zum Poolroboter-Zubehör. Wenn etwas nicht mehr funktioniert, hilft der Ratgeber Poolroboter-Reparatur.
Akku-Modelle haben ein paar Besonderheiten bei Laden und Lagerung, die im Ratgeber Poolroboter mit Akku erklärt sind. Wer einen Salzwasserpool hat, sollte den Roboter nach dem Einsatz zusätzlich mit Süßwasser abspülen, siehe Poolroboter für Salzwasser. Welche Modelle grundsätzlich zu deinem Becken passen, zeigt der Poolroboter-Vergleich.
Passende Produkte
Wybot C1
Einbaupools bis 150 m²Reinigung über mehrere Tage
Der C1 ist ein Beispiel für einen Akku-Roboter, der ausdrücklich für einige Tage im Becken vorgesehen ist. Wer seinen Pool die Woche über automatisch sauber halten will, ohne täglich einzugreifen, findet hier eine praktische Lösung.
Aiper EcoSurfer S2
Laub und Pollen an der OberflächeDauerbetrieb in der Saison
Ein Solar-Skimmer ist der einzige Robotertyp, der für das Dauerschwimmen im Pool konstruiert ist. Er fängt Blätter und Insekten ab, bevor sie absinken, und entlastet so den Bodenroboter.
Dolphin Universal-Caddy
Dolphin-RoboterLagerung zwischen den Einsätzen
Wer den Roboter konsequent nach jedem Zyklus herausnimmt, macht sich das mit einem Caddy deutlich leichter. Roboter und Kabel stehen geordnet bereit, die Bürsten werden beim Abstellen nicht belastet.