Kurz & klar
Für die meisten Einbaupools ist der Wybot C2 die beste Wahl aus dem aktuellen Sortiment: Er reinigt Boden, Wände und Wasserlinie, filtert bis 10 µm und ist laut Hersteller für Becken bis 150 m² gedacht. Für kleine Pools gibt es den kompakten B1, für flache Aufstellpools die günstigen A1-Modelle. Wer den Roboter möglichst selten anfassen will, greift zum S2 Solar mit Ladestation am Beckenrand.
- Bauart
- Akku-Roboter
- Einstieg (A-Reihe)
- ab ca. 200 €
- Allrounder (C-Reihe)
- ca. 450–950 €
- Mit Ladestation (S2)
- ab ca. 1.400 €
Inhaltsverzeichnis
- 1.Welche Wybot-Modellreihen gibt es?
- 2.Was können Wybot-Roboter technisch?
- 3.Worauf solltest du beim Kauf achten?
- 4.Welcher Wybot passt zu deinem Pool?
- 5.Was ist aus WY100, WY1102 und Grampus geworden?
- 6.So nimmst du einen Wybot in Betrieb
- 7.Wartung und Pflege
- 8.Wo passen Wybot-Roboter nicht?
- 9.Wybot im Vergleich zu Aiper, Dolphin und Co.
- 10.Häufige Fragen
Welche Wybot-Modellreihen gibt es?
Das aktuelle Wybot-Sortiment besteht aus kabellosen Akku-Robotern. Es ist in den letzten Jahren stark gewachsen, bei Amazon.de findest du im Oktober 2026 vor allem diese Reihen:
| Reihe | Modelle | Reinigt | Poolgröße laut Hersteller | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| A-Reihe | A1, A1p, A1max | Boden | bis 100–110 m², flacher Boden | Aufstellpools, kleines Budget |
| Osprey | Osprey 300II | Boden | bis 100 m² | Aufstellpools |
| B-Reihe | B1 | Boden, Wand | kleine Pools | kleine Einbau- und Aufstellpools |
| OS600 | OS600 | Boden, Wand, Wasserlinie | k. A. | Einstieg in die Komplettreinigung |
| C-Reihe | C1, C2, C2 Vision | Boden, Wand, Wasserlinie | bis 150–200 m² | Einbaupools |
| S-Reihe | S2 Solar, S2 Solar Vision | Boden, Wand, Wasserlinie | bis 300 m² (S2 Solar) | große Pools, Ladestation am Rand |
Die Bezeichnungen sind nicht ganz einheitlich, teils gibt es dasselbe Modell mit leicht abweichender Laufzeit- oder Flächenangabe. Achte beim Kauf auf die genaue Modellnummer und die Angaben im jeweiligen Angebot.
Was können Wybot-Roboter technisch?
Wie navigieren sie?
Die günstigen A-Modelle fahren nach dem Prinzip „geradeaus bis zur Wand, dann drehen“. Das reicht in kleinen rechteckigen oder runden Aufstellpools. Ab der B- und OS-Reihe kommen Navigationssysteme mit Algorithmen und mehreren Modi hinzu. Der C2 nutzt laut Hersteller eine Echo-Navigation, die Vision-Modelle zusätzlich eine KI-Kamera, die Schmutz erkennt. Der S2 Solar Vision kombiniert Gyroskop, Sonar, Infrarot, Tiefensensor und Kamera.
Wie fein filtern sie?
Fast alle Modelle haben einen Grobfilter mit 180 µm für Blätter, Insekten und Sand. Die besseren Geräte ergänzen ihn um eine zweite Stufe: einen 10-µm-Feinfilter beim C2, eine Schaumstofflage beim A1max oder einen Feinfilter für den Turbo-Bodenmodus beim C2 Vision. Feinfilter halten auch Pollen und Staub zurück, setzen sich aber schneller zu.
Was kann die App?
Ab der B-Reihe lassen sich die Roboter per App steuern. Typisch sind Reinigungsmodi wie nur Boden, nur Wand oder nur Wasserlinie, Zeitpläne, ein Reinigungsprotokoll und Software-Updates über die Luft. Die Vision-Modelle bieten zusätzlich wählbare Bahnmuster wie S-Form, Kreuz oder Stern. Ob du das brauchst, klärt unser Ratgeber Poolroboter mit App.
Wie kommen sie aus dem Wasser?
Die meisten Wybot-Modelle parken nach dem Zyklus oder bei schwachem Akku am Beckenrand. Der S2 fährt sogar selbstständig zu seiner Ladestation. Das schont den Rücken, denn ein nasser Roboter mit vollem Filter ist deutlich schwerer als im trockenen Zustand.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Reicht die Akkulaufzeit für dein Becken?
Die Flächenangaben der Hersteller gelten meist für eine reine Bodenreinigung unter guten Bedingungen. Mit Wänden und Wasserlinie braucht ein Zyklus deutlich mehr Energie. Plane deshalb Reserve ein: Für einen 8 × 4-m-Pool mit Wandreinigung ist ein Modell mit 150 m² Freigabe angenehmer als eines, das genau auf 32 m² ausgelegt ist.
Wie viel Ladezeit kannst du einplanen?
Mehrere Wybot-Modelle laden laut Hersteller in rund drei Stunden. Das ist praktisch, wenn du nach einem Gewitter zwei Durchgänge am selben Tag fahren willst. Bei Modellen ohne Angabe zur Ladezeit lohnt ein Blick in die Anleitung, bevor du kaufst.
Wie hoch ist die Saugleistung wirklich?
Wybot gibt die Saugleistung oft in Gallonen pro Stunde (GPH) an. Eine Gallone entspricht etwa 3,8 Litern, 2.140 GPH sind also gut 8.000 Liter pro Stunde. Mehr Saugleistung hilft bei Sand und Laub, kostet aber Akkulaufzeit. Für Pollen und Staub ist der Feinfilter wichtiger als die reine Literzahl.
Wie gut ist die Ersatzteilversorgung?
Prüfe vor dem Kauf, ob Filter, Bürsten und Laufräder für dein Modell einzeln erhältlich sind. Für ältere Wybot-Modelle bieten auch Drittanbieter Filter an, für ganz neue Modelle ist die Auswahl naturgemäß kleiner.
Welcher Wybot passt zu deinem Pool?
| Dein Pool | Sinnvolles Modell | Warum |
|---|---|---|
| Quick-Up- oder Frame-Pool, ebener Boden | A1max oder A1p | große Fläche, günstiger Preis, Wände sind ohnehin weich |
| Kleiner Einbaupool oder Stahlwandbecken | B1 | kompakt, reinigt Boden und Wand |
| Einbaupool bis ca. 10 × 5 m | C2 | Boden, Wand, Wasserlinie, Feinfilter |
| Großer Einbaupool mit ungleichmäßigem Schmutz | C2 Vision | Kamera fährt verschmutzte Stellen gezielt an |
| Großer Pool, Roboter soll selbst laden | S2 Solar oder S2 Solar Vision | Ladestation, Wochenplan |
Für Aufstellpools mit weicher Wand bringt die Wandfunktion nichts, weil der Roboter keinen Halt findet. Mehr dazu im Ratgeber Poolroboter für Aufstellpools.
Was ist aus WY100, WY1102 und Grampus geworden?
Ältere Wybot-Modelle wie der WY100, der WY1102 und der WY1102MAX oder der Grampus 800 haben wir bei Amazon.de im Oktober 2026 nicht mehr als Neugeräte unter diesen Namen gefunden. Im aktuellen Sortiment dominieren stattdessen die A-, B-, C- und S-Reihe. Für den WY1102 gibt es zum Beispiel weiterhin Ersatzfilter von Drittanbietern, die ihn zusammen mit dem Osprey 200 nennen.
Wenn du eines dieser Geräte besitzt oder gebraucht kaufen willst, findest du in unseren Modell-Checks Hinweise zu Technik und Ersatzteilen: Wybot WY100, Wybot WY1102, Wybot WY1102MAX und Wybot Grampus 800. Zum Bodensauger HJ10P gibt es ebenfalls einen eigenen Modell-Check.
So nimmst du einen Wybot in Betrieb
- Vollständig laden. Vor dem ersten Einsatz den Akku komplett aufladen, das dauert je nach Modell rund drei Stunden oder länger.
- App einrichten, sofern dein Modell eine hat, und den Roboter koppeln, solange er noch an Land ist.
- Grobes Laub abkeschern. Große Blätter verstopfen den Filter sonst in Minuten.
- Schräg einsetzen und warten, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Erst dann loslassen.
- Modus wählen: Für den ersten Durchgang den Standardmodus, später gezielt Boden, Wand oder Wasserlinie.
- Nach dem Zyklus herausnehmen, Filter ausspülen, Roboter abbrausen und laden.
Lass die Filteranlage während der Reinigung laufen. Feinstaub, den der Roboter aufwirbelt, landet dann im Sandfilter statt wieder am Boden.
Wartung und Pflege
- Filter nach jedem Einsatz ausspülen, Feinfilter gelegentlich in lauwarmem Wasser einweichen.
- Bürsten und Ansaugöffnungen kontrollieren, Haare und Fäden entfernen.
- Ladekontakte trocken halten und vor dem Laden abtrocknen.
- Schattig lagern, UV-Licht lässt Kunststoff schneller altern.
- Im Winter frostfrei lagern und den Akku auf mittleren Ladestand bringen.
Welche Verschleißteile nach einigen Saisons anstehen, zeigt unser Beitrag zum Poolroboter-Zubehör.
Wo passen Wybot-Roboter nicht?
Die Wybot-Modelle sind auf private Pools ausgelegt. In öffentlichen Bädern mit großen Becken und täglichem Betrieb sind Profi-Roboter mit Kabel und Servicevertrag üblich. Für Whirlpools sind die Roboter zu groß, dort helfen spezielle Spa-Sauger. Und in sehr flachen Kinderbecken fehlt oft die nötige Mindestwassertiefe.
Wybot im Vergleich zu Aiper, Dolphin und Co.
Wybot gehört zu den jüngeren Herstellern, die den Markt für Akku-Roboter mit viel Ausstattung pro Euro aufgemischt haben, ähnlich wie Aiper oder Beatbot. Dolphin und Zodiac setzen dagegen stärker auf Kabelgeräte, ein dichtes Händlernetz und eine lange Ersatzteilversorgung. Wer einen Roboter viele Jahre nutzen will, sollte diesen Punkt mitdenken.
Ob ein Akku-Roboter überhaupt die richtige Bauart ist, klärt unser Vergleich der Poolroboter ohne Kabel. Die Konkurrenz von Aiper stellen wir unter Aiper-Poolroboter vor, einen markenübergreifenden Überblick gibt der Poolroboter-Vergleich.
Passende Produkte
Wybot C2
Einbaupools bis 150 m²Fliesen, Beton, Folie, GFK
Der C2 ist das rundeste Paket im Wybot-Sortiment: volle Reinigung von Boden bis Wasserlinie, feiner Filter und eine App mit sinnvollen Modi. Für Einbaupools bis etwa 10 × 5 m ist er ein sehr guter Kompromiss aus Ausstattung und Preis.
Wybot C2 Vision
Einbaupools bis 200 m²Gezielte Fleckenreinigung
Der C2 Vision ist die Kamera-Variante des C2. Er soll Schmutz erkennen und gezielt anfahren, statt das Becken nur stur abzufahren. Wer einen großen Pool mit ungleichmäßigem Schmutzeintrag hat, profitiert davon, für normale Gartenpools reicht der C2.
Wybot B1
Kleine Einbau- und AufstellpoolsLeichtes Herausheben
Der B1 ist für kleine Becken gedacht, in denen ein großer Roboter eher im Weg wäre. Er schafft Boden und Wände, für die Wasserlinie musst du selbst zur Bürste greifen.
Wybot A1max
Flache Aufstellpools bis 110 m²Kleines Budget
Der A1max ist Wybots Antwort auf den typischen Gartenpool mit flachem Boden. Er reinigt große Flächen für wenig Geld, an Wänden und Gefälle ist aber Schluss.
Wybot S2 Solar Vision
Große EinbaupoolsMöglichst wenig Handarbeit
Der S2 Solar Vision ist für alle, die den Roboter kaum noch anfassen wollen: Er startet nach Plan, lädt selbst und meldet sich per App. Für die reine Sauberkeit von Boden und Wänden brauchst du diesen Aufwand nicht.