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Poolroboter-Poolsauger Vergleich & Ratgeber

Ratgeber Pooltechnik

Welchen Sandfilter für welchen Pool? So findest du die passende Größe

Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit Redaktion Poolroboter-Poolsauger.de

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Kurz & klar

Wähle den Sandfilter nach der tatsächlichen Filterleistung (Systemdurchfluss): Sie sollte etwa ein Viertel deines Poolvolumens pro Stunde schaffen, damit das Wasser in 8–12 Stunden zwei- bis dreimal komplett gefiltert wird. Für einen 20-m³-Pool heißt das rund 5 m³/h. Achte außerdem auf ein 6- oder 7-Wege-Ventil, einen Vorfilter, ein Manometer und passende Anschlüsse: 32/38 mm bei Aufstellpools, 50 mm bei Einbaupools.

Faustregel Filterleistung
Poolvolumen ÷ 4 = m³/h
Umwälzung
2–3× pro Tag, 8–12 h Laufzeit
Rückspülen
bei 0,2–0,3 bar über Normaldruck
Wichtigste Zahl
Systemdurchfluss, nicht Pumpenleistung
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Warum braucht dein Pool überhaupt einen Sandfilter?
  2. 2.Wie groß muss die Sandfilteranlage sein?
  3. 3.Pumpenleistung oder Systemdurchfluss: Welche Zahl zählt?
  4. 4.Wie wichtig ist die Kesselgröße?
  5. 5.Worauf achtest du bei Ventil, Pumpe und Ausstattung?
  6. 6.Aufstellpool oder Einbaupool: Was unterscheidet die Anlagen?
  7. 7.Was heißt „regelmäßig rückspülen“?
  8. 8.Typische Fehlkäufe
  9. 9.Häufige Fragen

Warum braucht dein Pool überhaupt einen Sandfilter?

Ein Pool ist ein stehendes Gewässer. Ohne Umwälzung und Filter sammeln sich Staub, Pollen, Hautschuppen und Algensporen, das Wasser wird trüb, und das Chlor wird schneller aufgebraucht. Die Filteranlage pumpt das Wasser durch einen Kessel mit Quarzsand, der die Partikel zurückhält, und verteilt gleichzeitig die Pflegemittel im ganzen Becken.

Ob statt Sand auch ein Kartuschenfilter infrage kommt, hängt vor allem von der Poolgröße ab. Den direkten Vergleich mit Vor- und Nachteilen findest du im Ratgeber Sandfilteranlage oder Kartuschenfilter.

Wie groß muss die Sandfilteranlage sein?

Ziel ist, dass das gesamte Poolwasser zwei- bis dreimal pro Tag durch den Filter läuft, bei einer Laufzeit von 8–12 Stunden. Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel: Die Anlage sollte pro Stunde etwa ein Viertel des Poolvolumens filtern.

Poolvolumen Nötige Filterleistung (System) Typischer Pool
bis 8 m³ ca. 2 m³/h kleiner Quick-Up- oder Frame-Pool
8–15 m³ ca. 2–4 m³/h mittlerer Frame-Pool
15–25 m³ ca. 4–6 m³/h großer Frame- oder Stahlwandpool
25–40 m³ ca. 6–10 m³/h großer Stahlwandpool, kleiner Einbaupool
40–60 m³ ca. 10–15 m³/h Einbaupool

Dein genaues Volumen berechnest du im Ratgeber Poolvolumen berechnen. Liegt dein Pool zwischen zwei Größen, nimm die stärkere Anlage, dann kannst du die Laufzeit kürzer halten.

Pumpenleistung oder Systemdurchfluss: Welche Zahl zählt?

Hier verschätzen sich viele beim Kauf. Auf der Verpackung steht meist die Pumpenleistung, also wie viel Wasser die Pumpe ohne jeden Widerstand fördert. Im echten Betrieb bremsen Sand, Ventil, Schläuche und Höhenunterschied. Was tatsächlich durch den Filter fließt, ist der Systemdurchfluss, und der liegt deutlich darunter.

Zwei Beispiele aus Herstellerangaben:

  • Eine Bestway-Anlage mit 6.056 l/h Pumpenleistung hat einen Systemdurchfluss von 4.920 l/h.
  • Eine Intex-Anlage mit 5.700 l/h Wasserdurchfluss nennt 4.000 l/h Systemdurchfluss.

Rechne deshalb immer mit dem Systemdurchfluss. Wenn der Hersteller nur die Pumpenleistung angibt, ziehe grob ein Viertel bis ein Drittel ab.

Wie wichtig ist die Kesselgröße?

Größer ist hier besser. Ein großer Kessel hat mehr Filterfläche, das Wasser fließt langsamer durch den Sand und die Partikel werden zuverlässiger zurückgehalten. Außerdem dauert es länger, bis der Sand zugesetzt ist, du musst also seltener rückspülen.

Kleine Anlagen für Aufstellpools kommen mit 12 kg Sand aus, größere brauchen 36 oder 55 kg, Einbauanlagen deutlich mehr. Wer die Wahl zwischen zwei Anlagen mit ähnlicher Pumpe hat, nimmt die mit dem größeren Kessel.

Worauf achtest du bei Ventil, Pumpe und Ausstattung?

6- oder 7-Wege-Ventil

Ein Mehrwegeventil ist Pflicht. Damit stellst du zwischen Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Entleeren, Zirkulieren und Geschlossen um. Das 7-Wege-Ventil hat zusätzlich eine Winterstellung. Beim Einbaupool sitzt das Ventil oft seitlich am Kessel (Side-Mount), bei Aufstellpools meist oben (Top-Mount).

Selbstansaugende Pumpe mit Vorfilter

Eine selbstansaugende Pumpe zieht das Wasser auch dann an, wenn sie etwas über dem Wasserspiegel steht. Der Vorfilter, auch Haarfänger genannt, hält Haare, Blätter und Insekten zurück, bevor sie ins Laufrad gelangen. Wenn du einen Bodensauger an den Skimmer anschließen willst, ist eine selbstansaugende Pumpe fast unverzichtbar.

Manometer

Ohne Druckanzeige weißt du nicht, wann rückgespült werden muss. Achte auf ein gut ablesbares Manometer direkt am Ventil.

Zeitschaltuhr

Eine integrierte Zeitschaltuhr erspart dir eine separate Lösung. Bei Anlagen ohne Timer hilft eine Außen-Zeitschaltuhr. Wie viele Stunden die Pumpe laufen sollte, berechnest du mit dem Ratgeber Wie lange sollte die Poolpumpe laufen?.

Anschlüsse

Aufstellpools haben meist Schlauchanschlüsse mit 32 oder 38 mm, Einbaupools feste PVC-Rohre mit 50 mm. Prüfe vor dem Kauf, welchen Durchmesser dein Pool hat und ob Adapter beiliegen.

Salzwasser und Filtermedium

Für Salzwasserpools braucht es eine ausdrückliche Freigabe für den Salzgehalt. Praktisch ist außerdem, wenn die Anlage neben Quarzsand auch Filterglas oder Filterbälle zulässt. Welches Medium wann sinnvoll ist, zeigt der Filtersand-Vergleich.

Sicherheit

GS-Zeichen und ein integrierter Personenschutzschalter sind bei Aufstellpool-Anlagen ein gutes Zeichen. Unabhängig davon gehört jede Poolanlage an eine Steckdose mit FI-Schutzschalter.

Aufstellpool oder Einbaupool: Was unterscheidet die Anlagen?

Anlagen für Aufstellpools sind Komplettpakete aus Kessel, Ventil und Pumpe auf einer Grundplatte. Sie werden mit Schläuchen angeschlossen und lassen sich im Herbst abbauen.

Bei Einbaupools werden Kessel und Pumpe meist getrennt gekauft und im Technikschacht fest verrohrt. Die Kessel sind oft aus glasfaserverstärktem Kunststoff und deutlich größer. Hier lohnt es sich, Pumpe und Filter gemeinsam mit dem Poolbauer auszulegen. Eine drehzahlgeregelte Pumpe spart beim Einbaupool über die Jahre viel Strom, wie der Vergleich Poolpumpen mit variabler Drehzahl zeigt.

Was heißt „regelmäßig rückspülen“?

Notiere nach dem Start mit frischem Sand den Druck am Manometer, das ist dein Normaldruck. Liegt der Druck 0,2–0,3 bar darüber, ist der Sand zugesetzt und du spülst zurück. In der Saison passiert das meist etwa einmal pro Woche, nach Gewittern, Pollenflug oder Partys auch öfter.

Ausführliche Werte und was ein zu niedriger Druck bedeutet, stehen im Ratgeber Optimaler Druck der Sandfilteranlage. Den Sand selbst tauschst du alle 3–5 Jahre.

Typische Fehlkäufe

  • Nur auf die Pumpenleistung geschaut: Die Anlage schafft im Betrieb deutlich weniger als auf dem Karton steht.
  • Zu kleine Anlage am großen Pool: Die Pumpe müsste rund um die Uhr laufen, das Wasser wird trotzdem nicht klar.
  • Zu große Anlage am kleinen Pool: Laut, unnötig teuer im Betrieb und für Quick-Up-Pools zu viel Strömung.
  • Normalsaugende Pumpe über dem Wasserspiegel: Die Pumpe zieht Luft und läuft trocken.
  • Anschlüsse nicht geprüft: Am Aufbautag fehlen Adapter für den richtigen Schlauchdurchmesser.

Einen Überblick über aktuelle Anlagen in verschiedenen Größen bietet der Sandfilteranlagen-Vergleich. Wie du die neue Anlage aufbaust, zeigt die Anleitung Sandfilteranlage anschließen.

Praxis-Tipp: Schreib dir das Poolvolumen und den Systemdurchfluss deiner Anlage auf. Volumen geteilt durch Systemdurchfluss ergibt die Stunden für eine komplette Umwälzung. Mal zwei bis drei genommen, hast du deine tägliche Laufzeit.

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Häufige Fragen

Kann eine Sandfilteranlage zu groß für den Pool sein?

Ja. Eine viel zu starke Anlage erzeugt viel Strömung, rauscht hörbar und verbraucht unnötig Strom. Bei sehr kleinen Pools kann sie außerdem den Wasserstand schneller absenken, als der Skimmer nachkommt. Etwas Reserve ist gut, doppelt so viel wie nötig nicht.

Was ist der Unterschied zwischen 6- und 7-Wege-Ventil?

Beide haben die Stellungen Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Entleeren, Zirkulieren und Geschlossen. Das 7-Wege-Ventil hat zusätzlich eine Winterstellung, in der die Ventildichtung entlastet wird. Im Alltag ist der Unterschied gering.

Brauche ich eine selbstansaugende Pumpe?

Wenn die Anlage über dem Wasserspiegel steht oder du einen Bodensauger an den Skimmer anschließen willst, ja. Steht sie auf Höhe des Beckenbodens, läuft das Wasser von selbst zu, dann reicht auch eine normalsaugende Pumpe.

Wie oft muss ich den Sandfilter rückspülen?

Sobald der Druck am Manometer 0,2–0,3 bar über dem Normaldruck liegt, in der Saison meist etwa einmal pro Woche. Details stehen im Ratgeber Optimaler Druck der Sandfilteranlage.

Ist ein Kartuschenfilter nicht einfacher?

Für Planschbecken und kleine Quick-Up-Pools ja. Ab etwa 10 m³ ist eine Sandfilteranlage meist die bessere Wahl, weil sie weniger Folgekosten verursacht und Flockungsmittel verträgt. Den direkten Vergleich findest du unter Sandfilteranlage oder Kartuschenfilter.

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