Kurz & klar
Ein Poolsauger mit Filter sammelt den Schmutz im Gerät selbst, statt ihn in die Filteranlage des Pools zu leiten. Das lohnt sich vor allem bei kleinen Kartuschenpumpen, die schnell verstopfen, bei Pools ohne Filteranlage und bei Sand oder Laub. Typische Bauarten sind Akku-Sauger mit Filterkorb oder Kartusche, Venturi-Sauger mit Netzbeutel und Poolroboter mit Feinfilter.
- Grobfilter
- ca. 150–200 µm
- Feinfilter
- ca. 3–50 µm
- Filter reinigen
- nach jedem Einsatz ausspülen
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist ein Poolsauger mit Filter?
- 2.Warum ist ein eigener Filter im Sauger sinnvoll?
- 3.Welche Filterarten gibt es?
- 4.Welche Filterfeinheit brauchst du?
- 5.Welche Bauart für welchen Pool?
- 6.Worauf solltest du beim Kauf achten?
- 7.So pflegst du den Filter richtig
- 8.Typische Fehler mit Filter-Saugern
- 9.Ersetzt ein Sauger mit Filter die Filteranlage?
- 10.Häufige Fragen
Was ist ein Poolsauger mit Filter?
Ein Poolsauger mit Filter hält den aufgesaugten Schmutz in einem eigenen Behälter zurück. Das gefilterte Wasser strömt direkt zurück ins Becken. Im Gegensatz dazu leitet ein klassischer Bodensauger alles über den Poolschlauch zur Filteranlage, wo Sand oder Kartusche die Arbeit übernehmen.
Den eigenen Filter haben vor allem drei Bauarten:
- Akku-Sauger mit Filterkorb, Filtersieb oder Kartusche im Gehäuse
- Venturi-Sauger für den Gartenschlauch mit Netzbeutel oben am Saugkopf
- Poolroboter und automatische Bodensauger mit Filterkorb oder Filtertaschen
Wie diese Prinzipien im Detail arbeiten, erklärt der Ratgeber Wie funktioniert ein Poolsauger?.
Warum ist ein eigener Filter im Sauger sinnvoll?
Ein eigener Filter entlastet die Filteranlage und macht dich unabhängig von ihr. Das ist in drei Situationen besonders wertvoll.
Kleine Kartuschenpumpen. Viele Aufstellpools haben nur eine schwache Kartuschenpumpe. Saugst du damit Sand oder Laub ab, ist die Kartusche nach wenigen Minuten zu, und die Pumpe läuft gegen einen verstopften Filter. Ein Sauger mit eigenem Filter umgeht das Problem komplett.
Pools ohne Filteranlage. Planschbecken und kleine Pools haben oft gar keine Pumpe. Ohne eigenen Filter könntest du dort nur mit dem Kescher arbeiten.
Viel grober Schmutz. Laub, Gras und Sand können eine Sandfilteranlage stark belasten und häufiges Rückspülen nötig machen. Fängt der Sauger das Grobe vorher ab, bleibt der Filtersand länger sauber.
Welche Filterarten gibt es?
Es gibt Netzbeutel, Filterkörbe oder Siebe und Filterkartuschen. Sie unterscheiden sich in Feinheit, Fassungsvermögen und Pflegeaufwand.
| Filterart | Typisch bei | Hält zurück | Pflege |
|---|---|---|---|
| Netzbeutel | Venturi-Saugern | Laub, Insekten, groben Sand | ausspülen, bei Rissen ersetzen |
| Filterkorb oder Sieb | Akku-Saugern, Robotern | Laub, Sand, je nach Einsatz auch Feineres | ausklopfen, ausspülen |
| Filterkartusche | Akku-Saugern | feinen Sand, Staub | ausspülen, regelmäßig tauschen |
| Feinfilter-Einsatz | Robotern, besseren Akku-Saugern | Pollen, Staub, feiner Sand | häufiger reinigen, setzt schneller zu |
Viele Geräte kombinieren mehrere Stufen: ein grobes Sieb für Blätter und einen feinen Einsatz für Staub. Das ist ideal, weil der grobe Filter verhindert, dass der feine sofort verstopft.
Welche Filterfeinheit brauchst du?
Die Filterfeinheit wird in Mikrometern (µm) angegeben. Je kleiner die Zahl, desto feiner der Filter.
- Grobfilter um 150–200 µm halten Blätter, Insekten, Haare und groben Sand zurück. Für die meisten Aufstellpools im Sommer reicht das.
- Feinfilter zwischen etwa 3 und 50 µm fangen auch Pollen, Staub und feinen Sand. Sie sind im Frühjahr bei Pollenflug und bei Pools in sandiger Umgebung sinnvoll.
Ein feinerer Filter ist nicht automatisch besser. Er setzt sich schneller zu, und die Saugleistung sinkt früher. Bei viel Laub ist ein großer, grober Korb oft praktischer. Wenn Blütenstaub dein Hauptproblem ist, findest du weitere Tipps im Ratgeber Pollen im Pool.
Welche Bauart für welchen Pool?
| Dein Pool | Sinnvoller Sauger mit Filter |
|---|---|
| Planschbecken, Kinderpool | Venturi-Sauger mit Netzbeutel |
| Quick-Up-Pool mit Kartuschenpumpe | Akku-Handsauger mit Filterkorb |
| Frame-Pool, viel Sand | Akku-Sauger mit Kartusche oder Feinfilter |
| Whirlpool | kompakter Akku-Sauger |
| Ebener Aufstellpool, automatisch | Akku-Bodenroboter mit Filterkorb |
| Einbaupool | Roboter mit zweistufigem Filter, siehe Poolroboter-Vergleich |
Für Einbaupools mit starker Sandfilteranlage ist ein Sauger ohne eigenen Filter weiterhin eine gute Option. Die Kombination aus beidem ist oft ideal: Roboter oder Akku-Sauger für den Alltag, Bodensauger an der Filteranlage für die große Frühjahrsreinigung.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Fassungsvermögen
Ein kleiner Filterbehälter ist bei viel Laub nach wenigen Minuten voll. Für Pools unter Bäumen lohnt ein größerer Korb, auch wenn das Gerät dadurch schwerer wird.
Entleerung
Je einfacher du an den Filter kommst, desto öfter reinigst du ihn auch. Gut sind Geräte, bei denen sich der Filter mit einem Handgriff entnehmen lässt oder sich ohne Öffnen entleeren lässt.
Ersatzfilter
Filter sind Verschleißteile. Prüfe vor dem Kauf, ob der Hersteller Ersatzfilter oder Kartuschen einzeln anbietet. Ohne Ersatz wird ein gerissener Filter zum Totalschaden.
Mehrere Filterstufen
Ein Wechsel zwischen grob und fein macht das Gerät flexibler: im Herbst grob für Laub, im Frühjahr fein für Pollen. Ein zusätzlicher Feinfilter ist oft günstiger als ein zweites Gerät.
So pflegst du den Filter richtig
- Nach jedem Einsatz leeren. Schmutz, der im Filter liegen bleibt, beginnt zu faulen und riecht.
- Von innen nach außen ausspülen. So drückst du den Schmutz aus dem Gewebe statt tiefer hinein.
- Kartuschen gründlich durchspülen. Mit dem Gartenschlauch zwischen die Lamellen spülen, nicht mit harten Bürsten schrubben.
- Im Schatten trocknen. UV-Licht macht Netze und Kunststoffgewebe spröde.
- Regelmäßig auf Risse prüfen. Schon ein kleines Loch lässt Sand durch.
- Verschlissene Filter ersetzen. Ist das Gewebe ausgefranst oder dauerhaft verfärbt, ist ein Tausch fällig.
Praxis-Tipp: Halte einen zweiten Filter bereit. Dann setzt du nach dem Saugen sofort den sauberen ein und lässt den benutzten in Ruhe trocknen, statt ihn nass wieder zu verbauen.
Wie du die Filter der Poolanlage selbst sauber hältst, erklärt der Ratgeber Pool-Filter reinigen.
Typische Fehler mit Filter-Saugern
- Algen absaugen. Lebende Algen verkleben feine Filter und überstehen das Saugen. Erst behandeln, dann saugen.
- Mit vollem Filter weitersaugen. Die Saugleistung bricht ein, und der Motor arbeitet unter höherer Last.
- Feinfilter bei viel Laub. Er ist nach kurzer Zeit dicht. Bei Laub zuerst keschern oder den Grobfilter nehmen.
- Filter falsch einsetzen. Sitzt er schief, strömt Schmutzwasser am Filter vorbei zurück ins Becken.
Ersetzt ein Sauger mit Filter die Filteranlage?
Nein. Der Sauger reinigt Boden und Stufen, die Filteranlage reinigt das gesamte Wasser und verteilt die Pflegemittel. Ohne Umwälzung wird Poolwasser auch mit sauberem Boden schnell trüb. Im Sommer sollte die Pumpe so lange laufen, dass das Wasser 2–3-mal pro Tag komplett gefiltert wird, als Faustregel 8–12 Stunden. Welche Sauger insgesamt infrage kommen, zeigt der Poolsauger-Vergleich.
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